Tampondruck Druckverfahren
Besonders in der Werbemittelbranche ist der Tampondruck das gebräuchlichste Druckverfahren von Kunststoffkörpern. Auf Grund seiner Anpassungsfähigkeit kann der Tampondruck beim Druck auf alle erdenklichen Körper eingesetzt werden. Anwendungsgebiete sind z. B. das Bedrucken von Tassen, Spielzeugen, CDs, Geschirr, Schraubverschlüsse und Feuerzeuge, Münzen. Im Automotive Bereich werden ebenfalls viele Teile im Tampondruck dekoriert, z. B. die Blinker- oder Scheibenwischerhebel. Der Tampondruck wird in der Werbemittelbranche und bei den Modelleisenbahnen sehr oft angewandt, da die Werbeartikel und die Eisenbahnen keine ebene Oberfläche aufweisen.
Bei dem Tampondruck handelt es sich um eine individuell hochwertige Beschriftung. In der Oberfläche trägt die Druckform das zu druckende, tiefer liegende Druckbild. Eine Rakel drückt die Farbe in dieses tiefer liegende Druckbild und rakelt die überschüssige Farbe ganz sauber wieder ab. Es bewegt sich ein Tampon aus Silikon Kautschuk zeitgleich vom Druckgut zur Form. Über das Klischee wird der Tampon abgesenkt und übernimmt das Druckbild. Demnach ist der Tampondruck ein indirektes Druckverfahren.
Der Tampon hebt anschließend ab und fährt zu dem Bedruckstoff. Dann senkt sich der Tampon und passt sich dieser Form an. Die Verformbarkeit des Tampons ist der Vorteil, dadurch wird das Bedrucken von gewölbten Flächen möglich. Aufgrund der Elastizität nimmt der Tampon die Form des zu bedruckenden Körpers an und wird beim Tampondruck ideal auf den Bedruckstoff übertragen. Dieses Druckbild wird nun auf den Druckkörper übertragen und die Farbübertragung liegt wegen des Silikonöls bei annähernd 100 %.



